70 Jahre Bezirk: Schwäbische Galerie eröffnet neue Kunstausstellung „Buntes Schwaben“

Wie vielfältig Kunst und Kultur im Bezirk Schwaben sind, zeigt vom 21. Juli bis 24. September die Kunstausstellung „Buntes Schwaben“ in der Schwäbischen Galerie im Museum Oberschönenfeld.

Vom Bodensee über das Allgäu bis hin ins Donau-Ries – in „Buntes Schwaben“ teilen elf Künstlerinnen und Künstler zum 70. Jubiläum des Bezirks ihren Blick auf Schwabens abwechslungsreiche Landschaften. Darüber hinaus holen sie mit Werken aus den unterschiedlichsten Ecken die weite Welt in die Region. Vom 21. Juli bis zum 24. September erwartet Interessierte eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemälden, Skulpturen und Grafiken, aber auch Fotos, Videos und Installationen.

Vier Themen, zahlreiche Werke

Vier Themen machen die Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung lebendig: „Landschaften und Landart“, „Menschen und Orte“, „Die Welt zu Gast in Schwaben“ sowie „Cartoons“.

In „Landschaften und Landart“ stoßen Besucherinnen und Besucher unter anderem auf die Alpenlandschaften Host Heilmanns, entdecken mit Stephan Hubers „perfect sculptures“ zwei Allgäuer Berggipfel und sehen von Klaus Konze ungewöhnliche abstrakte Gemälde zu den „Vier Elementen“.

Mit den Landschaften Marokkos, der Vereinigten Staaten und Finnlands setzen sich wiederum die Künstler Hartmut Pfeuffer, Karl Siegfried Büchner und Brigitte Heinze in „Die Welt zu Gast in Schwaben“ auseinander.

Doch nicht nur Landschaften, sondern auch „Menschen und Orte“ finden Eingang in zahlreiche Werke: Während Ingeborg Prein sich des Themas mit Keramikplastiken annimmt, entführt Erika Kassnel-Henneberg mit ihrer Videoinstallation „Postludium“ die Betrachtenden in den Gasometer in Augsburg-Oberhausen. Ergänzt werden die genannten Themen durch die Zeichnungen und Cartoons von Dieter Olaf Klama, die Situationen aus dem Leben hintergründig und humorvoll skizzieren.

Ausstellung anlässlich des Bezirksjubiläums

Anlass der Kunstausstellung „Buntes Schwaben“ ist der 70. Geburtstag des Bezirks Schwaben: 1933 hatten die sieben bayerischen Bezirke Schwaben, Ober- und Niederbayern, Oberpfalz sowie Ober-, Mittel, und Unterfranken – damals noch „Kreise“ genannt – unter der NS-Diktatur ihr Selbstverwaltungsrecht verloren. Die Bezirksordnung vom 27. Juli 1953 gab ihnen ihre Rechte und Aufgaben als selbstständige kommunale Gebietskörperschaften zurück. Zu diesen Aufgaben gehört auch die Pflege regionaler Kunst und Kultur, die der Bezirk Schwaben etwa mit seinen Museen, seinen Ausstellungen in der Schwäbischen Galerie und mit Auszeichnungen wie dem Kunstpreis erfüllt.